Konzertplanung 2022

Joseph Haydn (1732-1809)

“Die Sieben Letzten Worte Unseres Erlösers Am Kreuze”- Orchesterfassung –

26. und 27. März 2022

Symphonieorchester Rheine

Dirigent: Luis Andrade

Nur mit wenigen Werken hat Joseph Haydn bei seinen Zeitgenossen einen derart großen Eindruck hinterlassen wie mit seinen „Sieben letzten Worten unseres Erlösers am Kreuze“. Das Opus war derart erfolgreich, dass der Komponist gleich mehrere Fassungen davon anfertigte: neben der originalen in unserem Passionskonzert zu hörender Orchesterfassung, für die Karfreitagsfeierlichkeiten des Jahres 1787  im spanischen Cádiz geschrieben, eine weitere für Streichquartett und eine für Soli, Chor und Orchester. Einen Klavierauszug von fremder Hand autorisierte er außerdem ausdrücklich.

In einem Vorwort des Oratoriendruckes aus dem Jahre 1801 schreibt Haydn:

Es war in der Kathedrale von Cádiz üblich, jedes Jahr in der Passionszeit ein Oratorium aufzuführen, dessen Wirkung sicher durch die folgenden Umstände unterstrichen wurde: Mauern, Fenster und Pfeiler der Kirche waren vollständig mit schwarzem Stoff bespannt, und nur eine, von der Mitte der Decke herabhängende Lampe, hob ein wenig dieses feierliche Dunkel auf….Der Bischof stieg auf die Kanzel und sprach eines der Sieben letzten Worte…danach stieg er von Kanzel herab und warf sich vor dem Altar nieder. Die Pause wurde von der Musik ausgefüllt. Dann stieg der Bischof für jedes weitere Wort wieder empor und nach jeder Ansprache spielte das Orchester. Diesen Umständen musste meine Komposition entsprechen.“

Haydn stellt dem Zyklus eine großartige und feierliche Introduktion voran, und an das letzte Adagio fügt er ein erstaunlich heftiges und finsteres Presto, das das Erdbeben nach dem Tode Christi verdeutlichen soll.

Nach der überaus erfolgreichen Uraufführung während der Karwoche 1787 in der Kirche Santa Cueva von Cádiz wurde das Werk gleichzeitig in Wien, Paris und London verlegt und dank zahlreicher handschriftlicher Kopien überall in ganz Europa aufgeführt.

 Das Konzert findet vor begrenzter Zuhörerzahl nach den Vorgaben der aktuellen Coronaschutzverordnung NRW statt.

Karten zu den Konzerten ab Anfang März Online über diese Homepage, bei Eventim und den üblichen Vorverkaufsstellen.

Die weiteren Konzerte des Jahres:

” Pomp And Circumstance “

Konzert mit Werken von Ludwig van Beethoven, Jean Sibelius und Edward Elgar

17. und 18. September 2022

Symphonieorchester Rheine

Dirigent: Luis Andrade

” Krönungsmesse “

Konzert mit Werken von Wolfgang A. Mozart (“Krönungsmesse”) und Antonio Vivaldi

27. November und 04. Dezember 2022

Die Chöre der Musikvereine Rheine und Gronau

Symphonieorester Rheine (Einstudierung Luis Andrade)

Gesamtleitung: Hans Stege

Neuer Dirigent für Symphonieorchester – „Wunderbare und zukunftsweisende Entscheidung”

Das Symphonieorchester Rheine probt seit Beginn des Jahres unter einem neuen musikalischen Leiter. Nachdem die Chöre der Städtischen Musikvereine Rheine und Gronau im vergangenen Jahr mit Hans Stege einen Nachfolger für Klaus Böwering gefunden haben, ist jetzt auch das Symphonieorchester unter neuer Leitung. Nachfolger für Klaus Böwering ist der junge Dirigent und Cellist Luis Andrade.

Der junge Dirigent und Cellist Luis Andrade ist neuer Leiter des Symphonieorchesters Rheine. Christoph Bumm-Dawin, Vorsitzender des Fördervereins, und Dr. Willy Wenner als stellvertretender Vorsitzender sind sehr froh, dass sich das Orchester mit der Suche viel Zeit gelassen hat und letztendlich, nach der Vorstellung von insgesamt sechs Kandidaten, einvernehmlich zu dieser „wunderbaren und zukunftsweisenden Entscheidung“ gekommen ist. Das seit über 25 Jahren bestehende Orchester erhalte somit nicht nur einen versierten Musiker, der mit hohem Sachverstand und viel Herzblut an die Arbeit gehe, sondern vor allem einen herzlichen und humorvollen Menschen, der, wie seinerzeit Klaus Böwering, die Musiker für ihre Arbeit zu begeistern wisse. Der von der Blumeninsel Madeira stammende Andrade, Cellist im Orkest van het Oosten in Enschede, ist regelmäßiger Gastdirigent des Orquestra Classica da Madeira, Orkest van het Oosten in Enschede, Limburgs Symfonie Orkest und des „Youth Orchestra Portugal“ und hat für das laufende Konzertjahr in Rheine und Gronau gleich mehrere Paukenschläge im Gepäck

.Zurzeit studiert er für das Ende März stattfindende Konzert der Städtischen Musikvereine Rheine und Gronau (Leitung: Hans Stege) die Paukenmesse von Joseph Haydn ein. Im Zentrum seines Konzertdebüts im September wird Haydns berühmte Symphonie „mit dem Paukenschlag“ erklingen. Mit der Ouvertüre „Il Duca Di Fox“ des Mozart-Zeitgenossen Marcos Antonio Portugal, ebenfalls aus Madeira stammend, möchte Andrade dem Konzertpublikum häufig unterschätzte Musik aus seiner Heimat näherbringen. Im Dezember erklingt mit kräftigen Paukenschlägen und schmetternden Trompeten „Jauchzet Frohlocket“, das Weihnachtoratorium von J. S. Bach, Kantate I bis III, mit den Chören der Städtischen Musikvereine Rheine und Gronau und namhaften Solistenunter der Leitung von Luis Andrade. Das Konzertpublikum darf gespannt sein, wie das Orchester unter seinem neuen Dirigenten diese musikalischen Paukenschläge umsetzen wird. Für diese Orchesterprojekte ist noch Platz bei den Streichern des Symphonieorchesters Rheine.

Städtischer Musikverein Gronau ist Kulturpreisträger der Stadt Gronau 2017

Der Städtische Musikverein Gronau mit seinem Dirigenten Klaus Böwering ist am Sonntagabend mit dem Kulturpreis 2017 der Stadt Gronau ausgezeichnet worden. Bürgermeisterin Sonja Jürgens überreichte in der St.-Agatha-Kirche Epe die Urkunden an die Vorsitzende des Chors, Elisabeth Baudry, und an Klaus Böwering, der den Städtischen Musikverein seit über 50 Jahren leitet. Zuvor hatte Dr. Ingmar Winter, der Böwering und dessen Musikvereine Gronau und Rheine sowie das Symphonieorchester Rheine seit Jahrzehnten kennt und schätzt, die Laudatio gehalten. Launig und mit zahlreichen Anekdoten legte er dar, warum die Preisträger die Auszeichnung verdient haben. Die Bürgermeisterin betonte, wie stolz sie und alle Einwohner darauf sein können, einen Chor dieser Qualität in der Stadt zu haben. Die Verleihung des Preises fand nach dem Konzert statt, bei dem unter anderem das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns auf dem Programm stand.

Kreis- Kulturpreis für das Symphonie-Orchester

Seit 26 Jahren erfreut das „Symphonie-Orchester der Musikschule der Stadt Rheine”, kurz SOM genannt, die Freunde der klassischen Musik. Nach mehr als 100 Konzerten erhielt das Ensemble, dem seit mehr als einem Vierteljahrhundert der musikalische Leiter Klaus Böwering seinen anspruchsvollen Stempel aufdrückt, eine besondere Ehrung: Landrat Klaus Effing verlieh am Sonntagabend in einer Feierstunde im Falkenhof des diesjährigen Kulturpreis des Kreises an das SOM. „ Hervorragender Klangkörper ” Vor dem eigentlichen Festakt hatte das Symphonieorchester bei einem Konzert in der Rheiner Stadtkirche St. Dionysius unter Beweis gestellt, dass die Wettbewerbs-Jury mit ihrem Urteil richtig lag: Zu einem „hervorragenden Klangkörper” in der Region habe es sich entwickelt, schrieben die Juroren. „Sie stehen als semiprofessionelles Orchester der Qualität der Berufsorchster in Münster und Osnabrück in nichts nach”, zitierte auch Landrat Effing aus der Begründung der Juroren. Effing erinnerte in seinem Grußwort daran, dass das SOM einst gegründet wurde, um den Schülern der Städtischen Musikschule Rheine die Möglichkeit zu bieten, ihre musikalischen und technischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Zudem hätten die Gründer mit der Gründung des Orchsters eine Konzertlücke in Rheine schließen wollen, die es seinerzeit gab.